Die diesjährige «Jugendregatta» vom Samstag, 28. Juni, war vom ersten bis zum letzten Moment ein dramatisches Ereignis. Zunächst hatte es den Anschein, dass sie mangels Anmeldungen nicht durchgeführt werden würde, aber dank hoch motivierter Segelclubmitglieder und einer Anmeldung in letzter Sekunde stand der Startzeitpunkt um 14.30 Uhr dann doch fest. Elias Meyer vom Wassersportcenter Lenzerheide sprang in seiner üblichen hilfsbereiten Art ein, um die Bojen für einen herausfordernden Nordwindkurs zu setzen, der von Regattaleiter Martin Schaich beim Skippers Meeting besprochen wurde. Dann wurden vom Regatta-Komitee, Ruth Schaich und Silvia von der Heyde, die Flaggen gehisst und endlich ins Horn geblasen: Der Start des ersten Laufs war geschafft – oder doch nicht? Im Startraum kollidierten zwei erfahrene Segler, einer kenterte, einer musste eine Strafe verbüssen – was war nur passiert? Das versprach eine nervenaufreibende Regatta zu werden. Die Segler hatten mit Böen der Windstärke 4 zu kämpfen. Boris Spycher, der Held der Stunde, kam einmal sogar einem gekenterten Mitsegler zu Hilfe, worauf Marina Osterwalder in guter Seglermanier in diesem Lauf zu seinen Gunsten auf ihren wohlverdienten zweiten Platz verzichtete. Flautenlöcher und heftige Böen wechselten sich ab, die Duelle zwischen den Seglern wurden immer heisser, wer würde wohl bei der nächsten Bojenumrundung einen Platz gut machen können? Es galt, das ganze Können aufzubieten, etwas höher an den Wind, das Segel noch ein bisschen besser trimmen, Taktik in der Herangehensweise an den Kurs … Nach vier Läufen kehrten die Segler erschöpft, vom strahlenden Sonnenschein überwältigt und sehr zufrieden in den Hafen zurück. Besonders freuen durfte sich Felix Räschle, der den Sieg nach einer höchst spannenden Regatta davontrug. Auch die anderen Clubmitglieder waren zufrieden, da sie alle wussten, dass sie an diesem Tag kameradschaftlich ihr volles Potenzial gezeigt hatten.